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Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Vockenhausen (1934)
Am 5. Juni 1934 fanden sich in Vockenhausen verantwortungsbewußte Bürger zusammen und beschlossen eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. 20 Männer verpflichteten sich der Wehr aktiv beizutreten. Am 16. Juni 1934 wurde die erste Versammlung abgehalten.
Nur einen Monat später, am 14. Juli 1934, fand eine Führerversammlung statt.
Der Kassenwart Josef Stark berichtete, daß die Wehr schon 68 passive Mitglieder zählen könne. Das wohl größte Ereignis der erst sechs Monate alten Wehr war der "Große bunte Abend" in der Silvesternacht 1934/35 im Gasthaus "Nassauer Hof". Eine reichhaltige Tombola, deren Gewinne restlos von der hiesigen Einwohnerschaft gestiftet wurden, trug wesentlich zu dem finanziellen Erfolg der Veranstaltung bei. Der Erlös wurde für den weiteren Aufbau der jungen Wehr verwendet.
Die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Vockenhausen (1934 - 1964)
Schon 1871 war in der Gemeinde Vockenhausen eine pferdegezogene Handdruckspritze vorhanden. Damals waren alle männlichen Einwohner zum Feuerlöschdienst verpflichtet. Diese Dienstverpflichtung wurde mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 5. Juni 1934 aufgehoben. Die alte Handdruckspritze wurde von uns im Jahr 1973 in einer Scheune wieder entdeckt, restauriert und ist bis heute noch voll funktionsfähig. Das erste Fahrzeug der Feuerwehr war ein umgebauter Opel-Kastenwagen, welcher 1937 in Dienst gestellt wurde. Während der letzten Kriegsjahre mußte die Wehr oft tagelang zu Einsätzen nach Frankfurt und Umgebung ausrücken. Im Jahr 1955 wurde dann das erste Fahrzeug der Wehr durch ein ebenfalls in Eigenhilfe umgebautes altes
Sanitätsfahrzeug ersetzt. Doch diese Freude währte nicht lange. Schon 1958 war dieses Fahrzeug nicht
mehr einsatzfähig, da der Motor, wenn überhaupt, oft nur nach halbstündigem Kurbeln ansprang. In der Zeit von 1958 bis 1960 wurden die Ausrüstungsgegenstände bei Übungen und Einsätzen mit
einem von der Firma Ramp + Mauer zur Verfügung gestellten Lkw transportiert.
Anfang der sechziger Jahre wurde in der Gemeinde Vockenhausen das erste große Neubaugebiet erschlossen. Dadurch wurde der Einsatzbereich der Wehr erheblich vergrößert. Aus diesem Grund wurde 1964 zusätzlich ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF angeschafft. "Die technische Revolution" (ab 1964)Eine durchgreifende Änderung erlebten alle Feuerwehren in Hessen am 1. Januar 1971: 1972 wurden in einer Sammelbeschaffung des Landes die ersten drei Atemschutzgeräte angeschafft. Dies war zu diesem Zeitpunkt auch dringend notwendig, da bereits seit Jahren die Kunststoffe in allen Lebensbereichen Einzug genommen hatten. Im Brandfall waren die Einsatzkräfte durch giftige Rauchgase auf das äußerste gefährdet. Mit Funk und den ersten Alarmempfängern zur "stillen Alarmierung" wurde die Wehr 1973 ausgerüstet. Im selben Jahr wurde der Wehr auch das erste wasserführende Fahrzeug vom Typ TroTLF 16 übergeben.
Ende 1975 ging für die Wehr ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Das neue Gerätehaus im Ortsmittelpunkt konnte bezogen werden. Hiermit war nun eine ordnungsgemäße Unterbringung der Fahrzeuge und Geräte sowie angemessene Räumlichkeiten zur Ausbildung der Mannschaft gegeben. Da das alte Gerätehaus nur Stellmöglichkeiten für zwei Fahrzeuge bot, stand bis zur Übergabe des neuen Gerätehauses das Trocken-Tanklöschfahrzeug auf dem Gelände der Firma Arichemie unter einer Überdachung. Durch den starken Anstieg von Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen wurde die Anschaffung einer Rettungsschere dringend notwendig. So wurde im Jahr 1976 eine handbetriebene hydraulische Rettungsschere vom Typ Weber angeschafft. Die Kosten wurden von der Vereinskasse getragen.
Die hydraulische Rettungsschere erwies sich mittlerweile für die teilweise stark verklemmten Fahrzeugtüren als zu schwach. Da das LF 16 mit einem Stromerzeuger ausgestattet war und der Aufbau genügend Leerraum aufwies, konnten ein neues elektro-hydraulisches Schneidgerät und Spreizer angeschafft werden. Auch diese Anschaffung wurde aus der Vereinskasse finanziert. Durch den starken Zuwachs der Mannschaft - auch eine positive Folge der 1979 gegründeten Jugendfeuerwehr - gab es Probleme beim Transport zu Einsatz und Übung. Da seitens der Stadt keine Möglichkeit zur Finanzierung eines Fahrzeuges bestand, wurde im Mai 1985 aus Vereinsmitteln ein gebrauchter Mercedes-Kastenwagen angeschafft und zum Mannschafts-Transport-Wagen (MTW) umgebaut. Da für den VW LT mit dem nächsten TÜV-Termin 1987 auch die außer Dienststellung anstand, wurde das alte LF8 aus Bremthal in Eigenarbeit in einen Gerätewagen umgebaut (der Umbau erfolgte natürlich nach der geplanten Ersatzbeschaffung für die Bremthaler Kameraden). Als Gerätewagen leistete das Fahrzeug noch 6 Jahre gute Dienste. 1992 wurde, nach langen Jahren der Freundschaft, die Gründung einer Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen in Porta Westfalica beschlossen (siehe auch "Partnerwehr"). 1993 sollte der "alte Bremthaler" Gerätewagen durch ein neues Fahrzeug, einen Gerätewagen-Nachschub (GW-N),
ersetzt werden. Über die Ausstattung des Fahrzeugs war man sich zwischen Feuerwehr und städtischen Gremien schnell einig: Wieder einmal waren es die gesetzlichen Vorgaben, die die Beschaffung in Frage stellten. WAS TUN? Ähnlich langwierig und problematisch war die Beschaffung des 2005 in Dienst gestellten Drehleiterfahrzeuges DLK23/12. Erst mit Änderung der Rahmenbedingungen Ende der 1990er wurde die Anschaffung wieder intensiv geprüft. Seinerzeit hatte man die Eingreifzeit per Gesetz auf 10 Minuten herabgesetzt. Waren 15 Minuten selbst unter Inanspruchnahme der Sonder- und Wegerechte mit einem LKW für eine Entfernung von 15km unter Berücksichtigung der topographischen Lage z.B. der Bremthaler Waldallee eine sehr "sportliche" Annahme, so war die Zeit von 10 Minuten für diese Lagen schlicht unmöglich. Hinzu kam, dass mit der Verlagerung der Feuerwache Hofheim aus der Stadtmitte zusätzliche Fahrzeiten anfallen würden. So bestand seitens der Stadt Eppstein als Träger der Feuerwehr zwingender Handlungsbedarf. Die Kosten für ein Neufahrzeug
lagen zwischenzeilich bei über 400.000 EUR - ein Betrag, der die finanziellen Mittel weit überstiegen hätte bzw. andere Maßnahmen
für Jahre nach hinten geschoben hätte. Die Freiwillige Feuerwehr Vockenhausen heuteStand 1.1.2006 sind wir 4 Kameradinnen und 57 Kameraden in der Einsatzabteilung, 11 Kameraden in der
Alters- und Ehrenabteilung sowie 18 Jungs und Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Die veränderten Rahmenbedingungen stellen höhere Anforderungen an die Feuerwehr insgesamt. Die Feuerwehr Vockenhausen wird weiterhin ihr Möglichstes tun, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Die Wehrführer* und Stellvertreter der Feuerwehr Vockenhausen seit 1965
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